16 März 2026

Erstmals seit 2021 wieder mehr Baugenehmigungen in Deutschland

Mit 238.500 genehmigten Wohnungen verzeichnet das Statistische Bundesamt (Destatis) für das Jahr 2025 einen erfreulichen Aufwärtstrend. Im Vergleich zum Vorjahr, das noch den niedrigsten Stand seit 2010 markierte, stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 10,8 Prozent. Dies gibt wichtige Impulse für die Baubranche. In den Baubehörden und bei den Bundesländern blickt man deshalb nach einer langen Talfahrt wieder optimistischer auf die kommenden Jahre.

Baugenehmigungen mit deutlichem Zuwachs im Jahr 2025.

Die Zahl der in Deutschland genehmigten Wohnungen ist 2025 auf 238.500 gestiegen und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert. 

  • Im Jahr 2025 wurde in Deutschland der Bau von insgesamt 238.500 Wohnungen genehmigt.
  • Im Vergleich zu 2024 ist die Zahl der Genehmigungen um 10,8 Prozent beziehungsweise 23.200 Wohnungen gestiegen.
  • Damit stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen erstmals seit 2021 wieder an.
  • Der Neubau von Einfamilienhäusern verzeichnete mit 17,2 Prozent (44.500 Wohnungen) das stärkste prozentuale Wachstum.
  • Bauanträge von Privatpersonen legten mit 79.200 Genehmigungen um fast 15 Prozent zu.

Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern als Wachstumstreiber 

Maßgeblich für die Trendwende ist der Wohnungsneubau. Hier stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 12,6 Prozent auf 198.100. Besonders der Bau von Einfamilienhäusern erlebte mit einem Plus von 17,2 Prozent (44.500 Einheiten) ein starkes Wachstum. Auch in der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, den Mehrfamilienhäusern, stiegen die Genehmigungen deutlich um 12,1 Prozent auf insgesamt 128.100 Wohnungen. Genehmigungen für Wohnungen, die durch den Umbau von Bestandsgebäuden entstehen, stiegen leicht um 2,7 Prozent auf 40.400 Wohnungen.

Privatpersonen investieren wieder mehr – öffentliche Hand zurückhaltend

Ein Blick auf die Bauherren zeigt zudem eine interessante Entwicklung: Auf Privatpersonen entfielen 2025 insgesamt 79.200 Baugenehmigungen, was einem Zuwachs von 14,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die öffentliche Hand hielt sich dagegen beim Wohnungsneubau merklich zurück – hier sanken die Genehmigungen um 23,2 Prozent auf 6.900 Bauanträge. Die wieder steigenden Genehmigungszahlen bedeuten für Behörden ein höheres Arbeitsaufkommen. Um das wachsende Pensum bewältigen zu können, sind effizientere Prozesse und eine spürbare Zeitersparnis unerlässlich. Lösungen wie die Digitale Baugenehmigung geben hier wichtige Impulse für die Baubranche, die sich immer wieder schlankere und schnellere Prozesse wünscht.

Digitale Baugenehmigung kann zusätzlich für Schub sorgen

Immer mehr Kommunen ermöglichen es Bauherren, Bauanträge digital zustellen. Gleichzeitig gibt es immer mehr Leistungen, die digitalisiert werden. Die Digitale Baugenehmigung kommt voran. Durch die Digitalisierung des Baugenehmigungsprozesses kann die Baubranche zusätzlichen Schub erhalten und Bürger sowie Unternehmen profitieren von schnelleren Bearbeitungszeiten, sodass das Bauvorhaben schneller begonnen werden kann. In Planung sind bereits KI-Anwendungen im Rahmen des Digitalen Bauantrags, die die Zeit zwischen Antragstellung und Genehmigung nochmals verkürzen kann. Gleichzeitig werden Mitarbeitende in Kommunen entlastet.

Weitere Informationen: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_052_3111.html

Bildnachweis: Bild generiert mit Nano Banana.